Die Jahreszeit von Juni bis September wird im ayurvedischen System dem PITTA-DOSHA zugeordnet. Bewusstes Essen im Einklang mit den sich ständig wechselnden Jahreszeiten ist ein wesentlicher Bestandteil der ayurvedischen Philosophie.

 

SOMMERZEIT IST PITTA-ZEIT

 

Wenn du weißt, welches DOSHA gerade vorherrscht, kannst du deine allgemeine Lebensweise, deine Kleidung, deine Yogapraxis und vor allem deine Ernährung dementsprechend anpassen. Dein Dosha ist somit ausgeglichen und gerät nicht so schnell aus dem Gleichgewicht. Der Kern des Ayurveda orientiert sich stets an einer Balance zwischen den Doshas mit dem Ziel zur Erhaltung der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens.

PITTA – DOSHA IN DER JAHRESZEIT

 

KURZ & KNACKIG – die Aussentemperaturen steigen => die PITTA-Energie in uns steigt => das Verdauungsfeuer AGNI sinkt. Die längere Version – dein intelligentes Körpersystem schafft einen natürlichen Ausgleich und reduziert das innere Feuer. Das zeigt sich manchmal durch mangelnden Appetit und Hungergefühle. Die Merkmale der DOSHA-Kräfte spiegeln sich in den Eigenschaften der Jahreszeiten wider. Deshalb ist es besonders für PITTA, PITTA/Vata oder PITTA/Kapha Menschen wichtig in dieser Jahreszeit gemäss ihres eigenen Konstitutionstyps zu leben.

AYURVEDATEST – kostenfrei – für eine erste grobe Annäherung an deinen Konstitutionstyp.

Und damit das Ganze nicht in trockene Theorie ausartet, habe ich an dieser Stelle gleich ein paar alltagstaugliche, konkrete Empfehlungen für dich.

FÖRDERLICHE ERNÄHRUNGSTIPPS

 

  • ausgewogene, kühle und frische Speisen
  • regelmässige Mahlzeiten
  • Geschmacksrichtungen wie bitter, zusammenziehend (herb) und süss bevorzugen
  • Fette, Salziges und Saures im Übermass meiden
  • kühle (nicht kalte!) Getränke
  • bittere, herbe Salate und Gemüse
  • süsse Gemüse wie Fenchel, Kartoffel…
  • kühlendes, frisches Obst wie Melone, Trauben…

Stärke dein Verdauungsfeuer AGNI mit Gewürzen wie Koriander, Kurkuma, Kardamom, Ingwer und Pippali. Das unterstützt dein Verdauungsfeuer ohne gleichzeitig die PITTA-ENERGIE zu erhöhen.

Und ein special-TIPP von mir: Beginne deinen Tag mit einem Kupferbecher zimmerwarmen Wassers! Man sagt, dass die alten Weisen und Yogis Kupferwasser tranken, um sich vor allerlei Krankheiten zu schützen. Du hast Fragen hierzu? Gerne in den Kommentaren.

 

Wenn du intensiver in die ayurvedische typgerechte Ernährungsphilosophie einsteigen möchtest, kannst du dir bei AMAZON meinen Ernährungsplan PITTA 1500 als E-Book downloaden. Der Ernährungsplan ist für 21 Tage und abgestimmt auf die vorherrschende Pitta-Zeit, Pitta-Konstitution oder Pitta-Doppeldominanz-Typen. Du hast Fragen zum Plan? Schreibe mir gerne in den Kommentaren, so haben wir alle etwas davon.

PITTA-GERECHTE LEBENSWEISE

 

Aus ayurvedischer Sicht entstehen alle Krankheiten durch ein Ungleichgewicht der Körperenergien (Doshas). Deshalb ist eine typgerechte Lebensweise unerlässlich, um eine weitere Steigerung der Dosha-Dominanz zu vermeiden; so der AYURVEDA.

Wie kannst du nun dazu beitragen, deinen Organismus den geänderten Umweltbedingungen in der PITTA-ZEIT anzupassen?

  • Aufenthalt in der prallen Sonne meiden
  • körperlich anstrengende Aktivitäten in den frühen Morgen oder in die frühen Abendstunden verlegen
  • ausreichend trinken, da der Körper durch vermehrte Schweißaktivität viel Flüssigkeit verliert
  • während des Tages öfter kleine Pausen einlegen
  • pitta-reduzierende Yogaübungen (Asanas)
  • pitta-harmonisierende Atemübungen (Pranayama)
  • in spannungsgeladenen Konflikten einen kühlen Kopf bewahren, kurz austreten aus der Situation, lang und tief atmen
  • Unruhe, Stress und Streit vermeiden
  • einen regelmässigen Tagesablauf kultivieren
  • angemessene, leichte Baumwollkleidung

PITTA-HARMONISIERENDE YOGAPRAXIS

 

Das Verdauungsfeuer AGNI transformiert NAHRUNG in ENERGIE. Mit Agnisara, der Feuerübung aktivierst du nachhaltig die Energie in deinem Bauch.

Agni Sara bedeutet wörtlich „Feuerübung“ und energetisiert das gesamte Sonnensystem des Körpers und sorgt so für Wärme im ganzen Organismus.

Als ich mich 2012 in meiner Yogalehrerausbildung befand und wir thematisch zum Element FEUER kamen, war ich von dieser Übung sofort begeistert. Ich selbst mache sie täglich, morgens, gleich nach dem Aufstehen.

Die Himalaya-Tradition nach Swami Rama, hält Agnisara (neben Yoga Nidra und Prana-Dharana) für die wichtigste Yoga-Praxis überhaupt.

Wenn du Agnisara 100 oder 150 mal am Tag üben kannst, brauchst du keine einzige andere Übung mehr zu machen. Du wirst soviel Energie haben, dass du dich fühlst, als würdest du schweben. Sie erzeugt eine perfekte Verdauung und unglaubliche Energie. Du wirst effizienter auf allen Gebieten.

DIE ÜBUNG:

  • Stell dich aufrecht hin, die Beine hüftbreit auseinander
  • Atme durch die Nase ein und durch den Mund vollständig aus. Gehe dabei leicht in die Knie und stütze dich auf diesen mit den Händen ab. Achte darauf, dass die Schulter höher als das Becken bleibt
  • Beuge leicht den Kopf nach vorne und bringe das Kinn in Richtung Brustbein
  • Kontrahiere und entspanne mit  angehaltenem Atem in schneller Folge deine Bauchmuskeln
  • Ziehe die Bauchdecke nach innen und oben, solange du anstrengungslos den Atem anhalten kannst
  • Wenn du wieder einatmen musst, lass den Bauch nach vorne gleiten und richte dich auf
  • Atme vollständig ein und mache ein paar natürliche Atemzüge
  • Wiederhole die Übung 3 – 5 mal als Anfänger und steigere dich langsam
  • Praktiziere am besten morgens auf nüchternem Magen

WIRKUNG:

Die Übung aktiviert das gesamte Verdauungssystem, also Magen, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Milz, sowie das grosse Nervengeflecht oder Sonnengeflecht. Sie unterstützt bei Verdauungsproblemen und entfacht Ihr Nabelfeuer im Solarplexus Chakra, das für inneres Gleichgewicht und Selbstbewusstsein zuständig ist. Sie hilft dir dabei, alle Sonneneigenschaften wie Mut, Willenskraft und Durchsetzungsvermögen zu entwickeln, um in deine Kraft zu gehen und zu handeln, Selbstfürsorge zu leben und sich der Welt zu zeigen.

Mit dieser Übung leitest du die Energie nach unten in die Erde. Pitta-Energie in ihrer positiven Form ist reine Vitalität, die durch eine gute Verdauung und gutes Blut gebildet wird.

PITTA MIT PRANAYAMA BERUHIGEN

 

Dass ein enger Zusammenhang zwischen unserer geistigen Verfassung und dem Atem besteht, steht wohl inzwischen ausser Frage. Intensivierung der Ein- und Ausatmung hat deutliche Wirkungen auf unser allgemeines Wohlbefinden. Dies kann zum Einen beruhigend oder anregend sein oder zum Anderen unsere Energie ausgleichen.

Atemübungen zur Reduzierung von PITTA

 

  • Anuloma Viloma (die Wechselatmung)
  • Candra Bhedana (die beruhigende Mondatmung)
  • Shitali/Sitkari (die kühlende Atmung)
  • Bhramari (Bienensummen)

Auf diese Pranayamaübungen gehe ich in meinem nächsten Blogbeitrag „PRANA | DIE YOGAÜBUNG (PRANAYAMA)“ ein.

Du möchtest mehr über eine ayurvedische Yogapraxis erfahren? Dann freue ich mich, dich in einem meiner DOSHA-YOGA-WORKSHOPS begrüssen zu dürfen.

 

Ich wünsche dir eine angenehme Pitta-Zeit und einen schönen Sommer 🙂