Prakriti – deine individuelle Natur. Um deine individuelle, angeborene Konstitution zu verstehen, musst du das Grundsystem des Ayurveda erfassen.

 

Prakriti – Bedeutung allgemein

Der Ayurveda leitet sein Wissen aus den Veden ab und stützt sich dabei u.a. auf die vedisch-spirituelle Wissenschaft des Samkhya , eine der ältesten philosophischen Systeme indischen Ursprungs. Das System des Samkhya bietet eine Darstellung bzw. Aufzählung grundlegender kosmischer Prinzipien und elementarer Grundsätze.

In der Terminologie des Ayurveda ist Prakriti die Ursubstanz des Kosmos. Sie ist die Urnatur des Universums. Das Urmaterial – die „Mater Materia“ , das unentfaltete, undifferenzierte Keimpotential all dessen, was erscheinen kann. Dabei Prakriti trägt den Impuls zur Entwicklung, Ausweitung und Wachstum bereits in sich und ist Teil des Evolutionsprozesses. Nur schwer ist Prakriti mit Worten zu beschreiben.

Prakriti besteht aus drei GUNAS – drei Grundqualitäten SATTVA, RAJAS, TAMAS. Aus diesen drei Grundqualitäten gehen wiederum die fünf Elemente ÄTHER, LUFT, FEUER, WASSER, ERDE hervor. Diese fünf Elemente sind die fünf Zustandsformen der grobstofflichen und feinstofflichen Materie.

Grobstofflicher und feinstofflicher Körper werden aus den fünf Elementen gebildet und weiter zu den fünf Sinnesorganen und weiter zu den fünf Handlungsorganen ausgeformt.

Die Lehre der GUNAS und die Lehre der FÜNF ELEMENTE bilden die Eckpfeiler der ayurvedischen und vedischen Philosophie.

 

Prakriti und die drei Doshas

Durch die Elemente und die drei Doshas bestimmt man also die Grundnatur im Menschen. Äther und Luft ergeben das VATA-DOSHA, Feuer und ein bisschen Wasser ergeben das PITTA-DOSHA und Wasser und ein wenig Erde ergeben das KAPHA-DOSHA.

Alle drei Doshas repräsentieren verschiedene Eigenschaften, an denen sie zu erkennen sind.

 

  • VATA: trocken, kalt, hell, beweglich, klar, veränderlich, subtil, rauh, hart
  • PITTA: klar, scharf, übel riechend, weich, heiss, hell, flüssig, subtil
  • KAPHA: trüb, dicht, stumpf, kalt, nass, schwer, statisch, langsam

 

Die individuelle Konstitution ist dementsprechend angeboren und wird schon bei der Vereinigung von Samen- und Eizelle festgelegt. Sie bleibt das ganze Leben weitestgehend über konstant. Ausnahme: Schwere Krankheit und das Alter können die Grunddisposition verändern bzw. bei Doppel-Dominanz das andere Dosha verstärken.

 

Prakriti und die verschiedenen ayurvedischen Konstitutionen

Neben den drei Grundtypen VATA, PITTA und KAPHA unterscheidet man im Ayurveda noch die drei Mischtypen VATA-PITTA, VATA-KAPHA und PITTA-KAPHA und den Tridosha-Typen VATA-PITTA-KAPHA.

 

  • Vata
  • Pitta
  • Kapha
  • Vata-Pitta
  • Vata-Kapha
  • Pitta-Kapha
  • Vata-Pitta-Kapha

 

Fazit: Jedes Individuum verfügt über alle drei Doshas und fünf Elemente, jedoch in individueller Zusammensetzung und unterschiedlicher Ausprägung, die seine Persönlichkeit und Konstitution ausmachen.

 

 

Deine persönliche Elementezusammensetzung ist nicht starr, sondern immer in Bewegung. Das ursprüngliche, angeborene Gleichgewicht der Doshas kann durch vielfältige Einflüsse gestört werden (Arbeit, Beruf, Klima, Stress, Krisen, falsche Ernährung, Bewegung, Jahreszeit, sonstige Umwelteinflüsse…) => dann spricht man von VIKRITI.

Das Ziel ist immer, diese drei Grundprinzipien mit seinen individuellen Eigenschaften im Gleichgewicht zu halten und immer wieder auszubalancieren.

Erst durch die (Er) – Kenntnis der individuellen persönlichen Grundkonstitution (Prakriti) kann man erkennen, welche oben genannten Einflussfaktoren den Menschen belasten bzw. fördern.

Erstanalyse und damit eine erste Annäherung an deinen Konstitutionstyp ist Teil des  Ayurveda-Einsteiger-Workshops. Zu den =>=> TERMINEN.

 

Regina Massinger – Mentor für integralen Lifestyle