Was der Frühling nicht säte, kann der Sommer nicht reifen, der Herbst nicht ernten und der Winter nicht geniessen.

Johann Gottfried von Herder

Als ich dieses Zitat heute beim frühmorgendlichen Klicken und Stöbern in Facebook fand, hat mich das in zweierlei Hinsicht tief berührt und bewegt. Du kennst das sicherlich auch…bäm…ein Wort, ein Satz, ein Zitat! Und schon bildet sich eine ganze Story in deinem kleinen Gehirn…rattert unentwegt…verknüpft Erinnerungen…Gefühle entstehen..dein Gesicht zuckt verdächtig „in memory of“…Punkt…

…und zurück zur Hinsicht

Zum Einen: Mich gedanklich in das vergangene Jahr – 2016 – zu versetzen und zu reflektieren, was so alles passiert ist. Und zum Zweiten: Einen Blick in die Zukunft zu werfen. Was wünsche ich mir in 2017? Bzw. wünsche ich mir überhaupt IRGENDETWAS und WIE soll das aussehen?

2016 – ein ereignisreiches Jahr

Nun, wenn ich das Erlebte des vergangenen Jahres so durch meinen Kopf schlendern lasse, war wirklich von allem etwas dabei. Die Reise begann im Januar mit Begeisterung & Motivation: Ziele aufstellen, Werte definieren, Geld verdienen, Selbstständigkeit ausbauen, networken and so on…

…aber auch mit Gelassenheit, Schweigen, meditieren, all-eins-sein.

Monate, Wochen, Tage, Stunden mit Höhen und Tiefen, wie beim Rest der Menschheit vermutlich auch; nichts Besonderes und doch einzigartig. Rückblickend betrachtet war ich das ganze Jahr damit beschäftigt einen Ausgleich zu schaffen zwischen meinen zahlreichen Lebensfelder und jedem gerecht zu werden. Puh! Was für ein Wort! „gerecht“ zu werden. Ich überlege kurz, mir ein anderes Synonym dafür zu suchen. Wie du liest, ist es noch da, weil es die Emotion, die „just at the moment“ entsteht, einfach wirklichkeitsnah abbildet. Punkt. Zurück zum Zitat, bleib beim Thema, spricht sanft eine leise Stimme in mir…

Wie haben sich meine vielfältigen Samen, die ich Anfang 2016 so euphorisch gepflanzt hatte, denn entwickelt und was konnte ich vielleicht im Winter schon geniessen. Nun, die grossen Ziele sind noch unerreicht, der Weg vom Start aber immens vergrössert, sagt der Stolz in mir.

Fazit: Wirklich nachhaltig etabliert haben sich sowohl meine Mini-Ziele im Bereich KÖRPER: Yoga-Shorties, tägliches planken, regelmässige Fastenage, als auch meine Ziele im Bereich Geist/VERSTAND: feste Studieneinheiten für meine Aus- und Weiterbildung.

Im Dezember geniesse ich meinen schlanken, vitalen Körper und erfreue mich an einer stetig wachsenden Konzentration und Geisteskraft.

September: Wenn der Tod dir mit voller Wucht begegnet…

…ist nichts mehr so, wie es vorher war – bei mir zumindest. Im September ist meine Mama gestorben, fast 88jährig, trotzdem unerwartet. Dieses Ereignis kennzeichnet einen Drehpunkt in meinem Leben und lässt mich die Frage nach der eigenen Endlichkeit neu stellen.

Ab ins Jahr 2017

und damit zur Frage: Was wünsche ich mir in diesem Jahr?

  • eine gute „Gärtnerin“ sein, meine gesetzten Samen nähren und pflegen, damit sie weiter wachsen und gedeihen
  • meine Ziele den Anforderungen des Lebens anpassen, nicht umgekehrt, daher keine NEUEN Ziele
  • Offenheit, um das Leben in seiner ganzen Pracht wahrzunehmen
  • Präsenz: Leben leben im Moment, radikal mit allen Sinnen im Bewusstsein der Vergänglichkeit
  • mindestens 3 h freie Zeit für Yoga, Meditation und studieren

Zum Abschluss möchte ich dir – der du das liest – einen wundervollen Start ins neue Jahr 2017 wünschen und vielleicht inspiriert dich ja dieser Artikel, dir die Frage NEU zu stellen: Was will ich wirklich? Wirklich!

 

Mit den besten Wünschen für dein Wohlbefinden – Regina